TSV 1913 Groß-Eichen e.V.
TSV 1913 Groß-Eichen e.V.

Aktuelles

Ein persönlicher Bericht aus Göttingen von Dirk Wünsch.

Mehr als 25 Jahre nach René Finas WM Teilnahme startet mit Meike Sprankel wieder eine Athletin des TSV Groß-Eichen bei einer Weltmeisterschaft im Rhönradturnen. 36 Jahre nach Beginn meines Engagements als Trainer beim TSV schließt sich damit auch in gewisser Weise der Kreis, denn René Fina hat in Grundzügen Meikes Musikkür choreographiert.
Diesmal darf ich nur als Zuschauer dabei sein und muss die Verantwortung an die Nationaltrainer abgeben, eine ungewohnte Situation. Aber zum Glück gibt es Gelegenheit für kurze Gespräche und kleine Tipps in der Halle bei Meikes Premiere auf einer Weltmeisterschaft.
Dem vorausgegangen ist ein langer gemeinsamer Weg mit dem gesamten Trainerteam und vielen Athletinnen, die gemeinsam das große Ziel vor zwei Jahren in Angriff genommen hatten. 
Nach drei Siegen beim Deutschland Cup fassten Meike Sprankel und Felicia Mölcher den Entschluss: wir versuchen den Sprung in die Bundesklasse des Rhönradturnens mit dem Dreikampf auf höchstem Niveau und dem Ziel WM Teilnahme.
Der Endspurt begann mit dem vierten Platz bei der letztjährigen Deutschen Meisterschaft und der damit verbundenen Qualifikation für den aktuellen Nationalkader.
Es folgten zahlreiche zusätzliche Trainingstermine, vornehmlich an Sonntagen oder in den Ferien. Diese Trainings fanden in der Halle des TSV Groß-Eichen statt, der diese selbstverständlich zur Verfügung stellte und Meikes Traum so gut wie möglich unterstützte. Das Honorar für die Trainingsstunden übernahm der Turngau Mittelhessen, welcher zu diesem Zweck sein Leistungszentrum Vogelsberg in Groß-Eichen installierte.

Durch zwei zusätzliche WM-Qualifikationen wurde aus dem 12-köpfigen Kader dann die Nationalmannschaft für die Wettkämpfe in dieser Woche in Göttingen bestimmt.

Das waren nervenaufreibende Wettkämpfe auf höchstem Niveau, und die Damen schenkten sich nichts. Immer unterstützt durch mitgereiste Fans und befreundete Kampfrichter zeigte Meike starke Nerven und ich war überrascht, mit welcher Souveränität sich Meike durch die Wettkämpfe turnte. Auch zwischenzeitliche kleine Rückschläge wurden von ihr wieder durch hervorragende Übungen wettgemacht, vor allem die Kürübung im Geradeturnen gelang jeweils sehr gut und so erreichte sie Rang vier der Rangliste und die Qualifikation zum Halbfinale der WM. Welch ein Erfolg für den kleinen Verein aus dem Vogelsbergkreis mit der kleinen Halle, mit gerade etwas mehr Fläche als die Wettkampffläche Spirale. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Meike berufsbedingt nach Berlin gezogen ist und einen Großteil der Zeit dort verbringt. Sie hat dort glücklicherweise guten Anschluss gefunden in der Berliner Rhönradszene und konnte wertvolle Kontakte knüpfen, um weiterhin zu trainieren und ihre Übungen weiterzuentwickeln. So gelang uns eine gute Mischung aus dem Heimtraining, dem Training in Berlin mit erfahrenen Nationalkaderkollegen, Kaderwochenenden in Hannover und Leverkusen und guter Wettkampfgestaltung, um mit großer Motivation und guter Stimmung in das Halbfinale der WM zu starten. Als ich die Startreihenfolge im Netz zum ersten Mal sah, war ich wirklich erschrocken. Dass Meike als allererste Turnerin des 35-köpfigen Starterfeldes in die Geradekür starten musste, war ein kleiner Schock. Im Prinzip mag Meike es, früh am Start zu sein, aber würden die Kampfrichter bereits der Startnummer eins eine hohe Wertung zugestehen?

Die Übung gelang hervorragend und die Zuschauer in der großen Arena in Göttingen hatte Meike sofort auf ihrer Seite und der Applaus war riesig.

16,075 Punkte von 20 möglichen, wofür würde es am Ende reichen? Nur die jeweils sechs Besten jeder Disziplin und des Mehrkampfes würden sich für die Finals am Samstag qualifizieren. Selten habe ich so lange mit Höchstspannung einen Wettkampf angeschaut, ohne eingreifen zu können. Mit jeder gelungenen Übung einer Konkurrentin stieg die Spannung, ob es für ein Finale reichen könnte.

Das Mehrkampffinale geriet leider nach der zweiten Disziplin aus dem Blick, das Spiraleturnen bleibt die risikoreichste Disziplin für unsere Turnerinnen. Hier ist der Trainingsumfang oft am geringsten, denn wenn Meike mit ihrem großen Rad ihre Kreise und Achten zieht, dann ist kein Platz mehr für andere Turnerinnen, bzw. alle müssen nacheinander turnen und auch Meike überlässt den anderen Turnerinnen die Fläche.

Sie wollte ihre Höchstschwierigkeit durch ein weiteres Risikoteil erhöhen. Leider ging der Plan nicht auf und die Spiralekür brachte nach dem Sturz und weiteren Unsicherheiten eine sehr niedrige Wertung ein.

Im abschließenden Sprung konnte sie nochmals eine konzentrierte Leistung zeigen und steigerte mit einem guten zweiten Versuch ihres gebückten Saltos mit ½ Schraube ihre Wertung auf 12,45 Punkte.

Nun hieß es also lange warten, bis alle Starterinnen ihre Kürübungen Geradeturnen absolviert hatten, und so verfolgten die zahlreich angereisten Fans die Übungen jeweils mit Spannung und beobachteten die Kampfrichter genau, um keine Wertung zu verpassen. Ich schaute tatsächlich den gesamten Wettkampf ohne richtige Pause und versuchte die Wertungen im Blick und im Kopf zu behalten, um Meikes Chance auf das Finale Geradeturnen einschätzen zu können.

Es gab einige tolle Übungen zu sehen, vor allem die beiden Favoritinnen, Karina Peisker aus Deutschland und Cheyene Rechsteiner aus der Schweiz, turnten Übungen mit Wertungen von mehr als 17 Punkten. Aber die Kampfrichter blieben ihrer strengen Linie treu, und so gab es wenige Übungen mit einer 16 vor dem Komma. Die Anspannung stieg ins Unermessliche, sollte es tatsächlich für ein Finale für Meike reichen?

Nach einem Einmarsch aller Athletinnen wurden die Finalplätze nach den spannenden Halbfinals verkündet, und der Jubel um mich herum wurde zum Orkan, als Meike als Finalteilnehmerin für das Geradefinale mit Platz 6 verkündet wurde. Der Traum ging in Erfüllung und nun darf sie am Samstag nochmals ihre Übung turnen und den zahlreichen Zuschauern präsentieren. Auch ich muss mich nun schnellsten noch um ein Ticket kümmern, denn das möchte ich nicht verpassen: der TSV Groß-Eichen im Finale einer Rhönrad-WM.

Das Finale

Der letzte Tag, der Tag der Finals am Samstag und ich habe noch eine Karte ergattert. So waren wir erneut eine große Schar von Fans und Unterstützern in der Sparkassenarena, um Meike bei ihrem ersten WM Finale anzufeuern.

Die Spannung steigerte sich vom Mittag an über die verschiedenen Disziplinen bis zum allerletzten Finale: Geradeturnen mit Musik der Turnerinnen als Highlight der Wettkampfwoche vor ausverkauftem Haus, schätzungsweise 2500 Zuschauer waren gekommen.

Für mich nochmals Gelegenheit, mit vielen Bekannten und Freunden einen kurzen Schwatz zu halten, Erinnerungen auszutauschen und sich auf Meikes Auftritt einzustimmen.

Diesmal ging Meike mit Startnummer 4 ins Rennen, eine gute Ausgangslage. Die Turnerinnen vor ihr zeigten gute Übungen, alle kamen ohne große Abzüge durch ihre Choreographien und lagen mit den Wertungen dicht beieinander. Meike wird mit Applaus auf der Fläche begrüßt, sie ist ruhig und konzentriert. Meike beginnt schwungvoll und sicher und kann ihre Höchstschwierigkeiten präsentieren. Ich erkenne, sie verpasst einen Musikakzent, aber alle Übungen gelingen, sie turnt durch und schließt die Übung mit einem hohen Salto rückwärts ab. Die Zuschauer sind begeistert und sparen nicht mit Jubel und Applaus. Mit 8,40 Punkten sind alle ihre Schwierigkeitsteile anerkannt, was macht die Endwertung? 16,425 Punkte und zunächst Rang drei. Aber es folgen noch zwei starke Turnerinnen und die Niederländerin zieht mit einer begeisternden Übung knapp an Meike vorbei. Als letzte Turnerin kommt die Titelverteidigerin und große Favoritin Karina Peisker auf die Wettkampffläche, ebenfalls für Deutschland startend. Es ist beeindruckend auch für mich als Trainer zu sehen, dass sie zum fünften Mal innerhalb eines Monats (2 x WM Quali, 3x hier vor Ort) ihre Kürübung auf den Punkt durchturnt, keine Unsicherheit, kein Wackler, alle technischen und künstlerischen Highlights auf den Punkt geturnt und damit verdient als einzige über 17 Punkte (17,55 P.) erhält. Meike beendet ihre erfolgreiche Premiere also in den Top-five der Welt, nur 3 Zehntel hinter Bronze, was für eine famose Leistung für unsere Turnerin vom TSV Groß-Eichen! Meike hat sich damit endgültig in der deutschen und internationalen Spitze etabliert, was dann auch bei der Siegerehrung honoriert wird. Sie sieht total glücklich aus und die mitgereisten Fans freuen sich auf der Tribüne mit ihr! Meike kann darauf zu Recht sehr stolz sein. Das Trainerteam und der gesamte TSV Groß-Eichen ist es und schon kurz nach Bekanntwerden des Ergebnisses gibt es zahlreiche Glückwünsche und Jubel auch im Netz, viele haben offensichtlich den livestream und die Nachrichten verfolgt und von zu Hause aus ebenfalls die Daumen gedrückt. Die Anerkennung und die Glückwünsche in der Halle sind ebenfalls zahlreich, Meike hat offensichtlich in dieser WM-Woche viele Freundschaften geschlossen und sich unter den vielen Turnerinnen und Turnern der Weltspitze gut eingelebt. Ich wünsche mir, dass sie diese Kontakte hält und weiterhin auf diesem Niveau trainiert und Wettkämpfe bestreitet!

Aus der Finalkür.

Kniehang von Meike Sprankel

Meike überglücklich nach dem Erreichen des Finals.

Meike Sprankel auf dem Rad zur Musik.

Meike Sprankel in der Riesenbrücke rückwärts.

Stellt die Halle auf den Kopf. Meike Sprankel

Melina Stock, Elisa Hort, Mia Bauer und Luisa Stock sammeln wertvolle Erfahrungen bei den Deutschen Jugendmeisterschaften 2026 im heißen Würzburg.

Freiflug in der Spirale ist eine der spektakulären Schwierigkeiten von Elisa Hort.

Kniependelhang als Schwierigkeit in der oberen Phase der Geradekür von Elisa Hort.

Kopfüber im Freiflug in der Spirale zeigt Mia Bauer eine saubere Haltung.

Luisa Stock unter den strengen Blicken der Kampfrichter in ihrer kleinen Spirale.

Melina Stock mit einem Kniependelhang in der Kürübung Geradeturnen.

Melina Stock zeigt volle Konzentration vor der Hohen Rolle gegen die Rollrichtung in der Geradekür.

Das bislang heißeste Wochenende des Jahres und in der Halle gibt es keine funktionierende Lüftung. Damit starteten die Jugendturnerinnen des TSV Groß-Eichen unter schwierigen Bedingungen in das Highlight ihres Wettkampfjahres, die Deutschen Jugendmeisterschaften in drei verschiedenen Altersklassen.

Bereits die Qualifikation des Quartetts mit Melina Stock, Elisa Hort, Mia Bauer und Luisa Stock darf als großer Erfolg für den „kleinen“ TSV Groß-Eichen gesehen werden, der in seiner vereinseigenen Turnhalle zwar keine guten Platzverhältnisse bieten kann, aber ein motiviertes und versiertes Team von Trainer und Trainerinnen.

So waren Hannah Hillgärtner am Samstag und Felicia Mölcher am Sonntag im Einsatz, um die jeweils zwei Turnerinnen zu betreuen. Dirk Wünsch unterstützte beim Einturnen, war aber dann an beiden Tagen als Kampfrichter mit Bundeslizenz im Einsatz.

 

Elisa Hort und Melina Stock hatten bereits im letzten Jahr die Qualifikation zu den DJM geschafft und so hofften sie in diesem Jahr auf eine Verbesserung ihrer Platzierungen. Sie begannen den Wettkampf mit sehr schönen Kürübungen im Geradeturnen für die Elisa gute 13,95 Punkte erhielt und sich in die Top-Ten turnte. Melinas Übung gelang bis zum Abgang ebenso schön und sauber, leider ging die Premiere ihres Salto rückwärts als Abgang schief und sie verlor mit 12,75 Punkten ein wenig an Boden.

Beim Sprung holte Melina Stock mit 11,50 Punkten zu Elisas 11,25 Punkten ein wenig auf, beide Turnerinnen zeigten gute Salti vorwärts in gebückter Ausführung. Anschließend waren sich beide nach dem Wettkampf einig: für nächstes Jahr steht das Training von Schrauben auf dem Programm, um die Schwierigkeitswerte zu erhöhen und weiter oben im Ranking zu landen.

Leider war einmal mehr das Spiraleturnen die schwächste Disziplin der Jugendlichen aus Groß-Eichen, denn hier macht sich einfach das schwierige Training in der Groß-Eichener Halle bemerkbar, deren Fläche mit 20 x 24 m nur wenig größer ist als die Wettkampffläche von 13 x 13 m. Enttäuscht vor allem Melina Stock, die für eine durchgeturnte Übung mit hoher Schwierigkeit nur 9,00 Punkte erhielt. Elisa Hort rettete sich akrobatisch in ihrer Übung, um das Rad auf einem Reifen zu halten, erhielt aber für die sehr ungleichmäßigen Kreise hohe Abzüge und eine Wertung von 8,55 Punkten.

In der Endabrechnung der Altersklasse 17/18 belegten die beiden damit gute Mittelfeldplätze auf Rang 12 für Elisa Hort und 14 für Melina Stock.

 

 

Am Sonntag hatten dann Luisa Stock und Mia Bauer ihren jeweils ersten Auftritt auf einer Deutschen Meisterschaft, und beide mussten mit ihren Nerven kämpfen. Luisa Stock startete bei den jüngsten Mädchen der AK 12 und leider gelang der Start im Geradeturnen nicht so gut wie erhofft. Ein Absteiger vom Gerät bedeutete einen Großabzug und eine Unterbrechung des Bewegungsflusses, was zu einer Wertung von 10,80 Punkten führte. 

Mia Bauer benötigte eine Hilfestellung ihrer Trainerin, Konsequenz ebenfalls ein Großabzug und eine Wertung von 10,55 Punkten im Wettkampf der AK 13/14.

Im Sprung erturnten sich beide solide Wertungen für ihre gehockten Vorwärtssaltos mit leichtem Vorteil für Mia mit 10,40 Punkten gegenüber Luisas 9,95 P. im internen Duell.

Auch für die beiden Newcomer des TSV Groß-Eichen stellte die Spiraleübung die höchste Hürde da. Sie mussten feststellen, dass viele Konkurrentinnen deutlich schwierigere Übungen turnen als sie selbst, und auch die Sicherheit und Ausführung gelang anderen besser. Mia bescherten die 9,20 Punkte der Spiralewertung den 22. Platz ihrer Altersklasse, während 8,95 Punkte in der Spirale Luisa Stock auf Rang 18 der Endabrechnung brachten.

Dirk Wünsch brachte es für das Trainerteam auf den Punkt: „Bei Deutschen Meisterschaften wird dir einfach nichts geschenkt, weder von den Kampfrichtern noch von deinen Konkurrentinnen. Da musst du an dem einen Tag einfach 100% abliefern und alle mit Power und Spannung überzeugen. Und das ist einfach eine wirklich große Herausforderung und hoffentlich große Motivation weiterhin hart und viel zu trainieren!“

Bronze für die Turnerin des TSV Groß-Eichen bei der ersten WM Qualifikation 2026 in Brilon.

Die Freude war riesig als Meike auf das Podium steigen durfte.

Meike erstmals im offiziellen Outfit des Deutschen Nationalkaders, steht ihr gut!

Die besten 23 Rhönradturnerinnen Deutschlands waren durch den Deutschen Turnerbund zur 1. WM Qualifikation Rhönradturnen nach Brilon eingeladen worden. Darunter als Viertplatzierte der letztjährigen DM und Mitglied des Nationalkaders die Grünbergerin Meike Sprankel, die für den TSV Groß-Eichen an den Start geht.

 

Im Gegensatz zu vielen ihrer Konkurrentinnen war dies für Meike Sprankel eine neue Erfahrung. Erstmals turnte sie dieses Wettkampfformat eines Dreikampfes unter den Besten ihrer Sportart in einem kurzen und intensiven Wettkampf vor großartiger Kulisse im sauerländischen Brilon.

 

Ungewohnt war der Beginn des Wettkampfes mit der Kürübung Geradeturnen auf Musik, sonst oft die letzte Disziplin im Dreikampf. Meike musste lange warten, um mit Startnummer 11 in den Wettkampf einzugreifen. Aber wie bereits beim Einturnen, hatte sie ihr 2,30 Meter Durchmesser messendes Sportgerät souverän im Griff und konnte ihren wunderbaren künstlerischen Ausdruck und die Musikinterpretation voll umsetzen. Das Publikum spendete begeistert Applaus und auch die Kampfrichter honorierten die gelungene Darbietung mit der zweithöchsten Wertung vom 16,10 Punkten der Disziplin Geradeturnen. Im Kampfgericht vertrat Valeria Horst aus Stadtallendorf den TSV Groß-Eichen und demonstrierte damit ihre Unterstützung für die einzige Athletin aus Mittelhessen.

 

Ohne lange Pause ging es zur dynamischsten Disziplin des Rhönradturnens, dem Sprung über das rollende Rad. Meikes große Stärke ist die Anschwebphase. Sehr hoch über dem Rad stützend, setzte sie die Füße auf das Rad und bereitete ohne lange Pause den Absprung in einen Salto gebückt mit halber Schraube vor. Eine sehr hohe Flugphase ergab eine hohe Ausführungswertung, die die etwas niedrigere Schwierigkeitswertung kompensierte und Meike mit der 6. Wertung (13,90 P.) weiterhin in den Medaillenrängen hielt.

 

Früher war das Spiraleturnen oft die Zitterdisziplin für Turnerinnen aus Groß-Eichen. Jedoch hat Meike durch fleißiges und zielführendes Training in vielen Zusatztrainings des Nationalkaders und in anderen Trainingsstätten mit größeren Hallen eine große Sicherheit erlangt und turnte nun eine sehr schwierige, aber sichere Kürübung.

Auch in Brilon konnte sie ihre Übung auf nur einem Reifen rollend gleichmäßig und fließend durchturnen und erhielt mit 14,00 Punkten eine tolle Wertung.

 

„Leider wurden die Wertungen der einzelnen Disziplinen in der Halle nicht angezeigt, wir konnten also überhaupt nicht einschätzen, wo Meike wohl liegen wird“, beschreibt der zufriedene Trainer Dirk Wünsch die Anspannung vor und während der Siegerehrung. Die Freude war dann riesengroß im Groß-Eichener Lager, als Meike Sprankel aufs Podium treten durfte, um ihre Bronzemedaille in Empfang zu nehmen.

Zahlreiche Gratulanten freuten sich mit Meike über diesen großartigen Erfolg, der sie in der Rangliste des DTB auf Rang 3 brachte und damit in eine gute Ausgangsposition für die 2. WM Qualifikation in 3 Wochen in Neckargemünd bei Heidelberg. Dann heißt es erneut „Daumen drücken“ für die große Schar an Rhönradfans in und um Groß-Eichen.

Zweimal Bronze für den TSV Groß-Eichen bei den Hessischen Meisterschaften Rhönradturnen 2026

Mia Bauer, Elisa Hort und Luisa Stock knacken Qualipunktzahl für die Süddeutschen Meisterschaften.

Isabelle Strauch zeigt ein tiefes Spagat in ihrer Spiralekür.

Mit einer Baulage vorwärts in der Spiralekür ist Florentine Wild.

Linette Steinhilber turnt in der großen Spirale eine Seitstellung.

Mia Bauer mit einem tiefen Spagat in der Spiralekür.

Salto vorwärts hoch über dem Rhönrad präsentiert von Mia Bauer.

In bewährter und routinierter Manier sorgte der TSV Taunusstein für eine hervorragend ausgerichtete Hessische Meisterschaft im Rhönradturnen der Bundesklassen am vergangenen Samstag.

 

Einziger Wermutstropfen war der schlecht gereinigte Boden, der im Spiraleturnen für zahlreiche Stürze in allen fünf Altersklassen von Schülerinnen über Jugendturnerinnen bis zu den Turnerinnen AK 19+ verantwortlich war.

Es war extrem rutschig und viele Turnerinnen wurden davon überrascht, dass ihr Rad plötzlich wegrutschte und platt auf dem Boden lag.

Aus Groß-Eichener Sicht traf es vor allem Linette Steinhilber in der AK 15/16 besonders hart, der das Rad dreimal außer Kontrolle geriet und die damit mit einer sehr niedrigen Wertung in den Dreikampf starten musste.

Von den Mädchen des TSV Groß-Eichen, die diesmal von Joana Ziersch und Tizia Kaiser gecoacht wurden, konnten nur Mia Bauer (AK 13/14) und Luisa Stock (AK 12) ihre Kürübungen im Spiraleturnen ohne Großabzug zeigen. Sie erhielten mit 10,85 Punkten für Luisa und 9,55 Punkten für Mia gute Wertungen.

Felicia Mölcher startete mit einem Sturz nach gutem Beginn und 10,50 Punkten auf Grund ihres höheren technischen Wertes in den Wettkampf der AK 19+.

Ihren ersten Wettkampf in der Bundesklasse AK 13/14 absolvierten Isabelle Strauch (6,95 P./ Spirale) und Florentine Wild (4,40 P./ Spirale). Ihr Ziel war es vor allem, Erfahrungen im Dreikampf zu sammeln.

Elisa Hort musste leider auch zweimal vom Gerät absteigen und startete mit der Hypothek von nur 6,65 Punkten in die Jagd nach der Qualipunktzahl von 29,20 Punkten in den Wettkampf der AK 17/18.

Mit 12,00 Punkten für einen schönen Bücksalto vorwärts machte sie sich dann sofort auf die Aufholjagd und musste im Geradeturnen ihre Übung durchturnen, um die nötigen Punkte zu sichern. Elisa turnte ihre schwierige Geradekür nervenstark ohne große Fehler durch, bis sie beim Salto-Abgang das richtige Timing verpasste und sich leider mit den Händen abstützen musste. Würden nun die Punkte ausreichen, um bei den Süddeutschen Meisterschaften starten zu dürfen? 13,40 Punkte brachten sie auf 32,05 Punkte insgesamt und zur SDJM im Mai in Neckargemünd. Die Bronzemedaille war zusätzlicher Lohn für die Anstrengungen.

Linette Steinhilber wollte es Elisa gleichtun, konnte aber leider ihren sehr hohen und dynamischen Vorwärtssalto nicht in den Stand bringen und erturnte 10,35 Punkte in dieser Disziplin. Der Auftakt ihrer Geradekür mit einer absoluten Höchstschwierigkeit gelang leider auch nicht wie gewünscht. Den Rest der Übung zeigte sie jedoch gekonnt und kam auf 10,90 Punkte im Geradeturnen. Leider reichte es damit bei ihrem ersten Bundesklassewettkampf nicht für die Qualifikation zu den Süddeutschen Meisterschaften. Ebenso erging es Florentine Wild und Isabelle Strauch, die vor allem bei den technischen Werten für die Schwierigkeit ihrer Übungen im Sprung und Geradeturnen noch zulegen müssen. Damit sind die Ziele für das kommende Training klar und Saltos und andere Schwierigkeitsteile werden nun auf dem Programm stehen.

Mia Bauer kämpfte in der gleichen AK 13/14 um die Plätze auf dem Podium. Sie zeigte sowohl im Sprung, wie auch beim abschließenden Geradeturnen gute Leistungen und starke Nerven, was am Ende mit Rang 3 und der Bronzemedaille belohnt wurde. Die Qualifikationsgrenze von 23,65 Punkten übertraf sie mit 31,85 Punkten dementsprechend super-souverän.

Ähnlich souverän zeigte sich die jüngste Starterin des TSV Groß-Eichen Luisa Stock in der AK 12. Vor allem die zweitbeste Geradekür mit 10,95 Punkten ihrer Altersklasse brachte sie in die Nähe des Podiums und am Ende war Rang vier mit 29,30 Punkten ein herausragendes Ergebnis mit sieben Punkten über der Qualigrenze.

Der Höhepunkt des Tages für die vielen Zuschauer und auch die jüngeren Turnerinnen waren die Kürübungen mit Musik der Erwachsenen, welche den Abschluss des Wettkampftages bildeten.

Mit dabei auch die Kampfrichter und Kampfrichterinnen des TSV Nina Wild, Alisa Brunner und Dirk Wünsch, welche die Noten für Schwierigkeit, Ausführung und künstlerischen Ausdruck feststellen mussten.

Es gab vielfältige und künstlerisch anspruchsvolle Übungen zu sehen und zu bewerten. Felicia Mölcher erhielt mit 13,10 Punkten die fünfthöchste Wertung dieser Disziplin. Sie errang auch im Gesamtklassement unter 9 Starterinnen den fünften Rang (36,00 Punkte) und die souveräne Startberechtigung für die Süddeutschen Meisterschaften.

Landesnachwuchsfinale im Rhönradturnen

Mit dem Landesnachwuchsfinale im Rhönradturnen startete für zehn Turnerinnen des TSV Groß-Eichen der erste Wettkampf des Jahres. Geturnt wurde ausschließlich in der Disziplin Gerade  – für die TSV-Turnerinnen war es nach der Winterpauseine eine wichtige Standortbestimmung und zugleich Gelegenheit, neue Abzeichenanforderungen zu erfüllen.

In der Altersklasse 9/10 gingen drei Turnerinnen des TSV an den Start. Leni Schepp zeigte eine sicher durchgeturnte Kür und erreichte mit 8,40 Punkten einen starken 9. Platz. Auch Nele Plock zeigte eine gute Übung und belegte mit 7,45 Punkten den 14. Platz. Für Maja Schott war es erst ihr zweiter Wettkampf – und diesen meisterte sie souverän. Sie erturnte sie sich 5,35 Punkte und belegte damit den 17. Platz.

In der Altersklasse 11/12 wartete das größte Teilnehmerfeld des Tages. Gleich sieben Mädchen des TSV Groß-Eichen stellten sich der starken Konkurrenz. Alle Turnerinnen zeigten gute Leistungen und konnten so rund 20 Kinder hinter sich lassen.

Durch ihre sauber durchgeturnte Übung erreichte Lea Vogel mit 9,30 Punkten einen starken 6. Platz. Lia Hönig überzeugte mit einer gut ausgeführten und sicheren Übung. Für ihre Leistung erhielt sie starke 9,20 Punkte und erreichte den 8. Platz. Auch Meylin Heidt präsentierte ihre Kür konzentriert und wurde mit 8,50 Punkten sowie Platz 14 belohnt. Mara Scholz turnte alle geforderten Schwierigkeiten und erreichte mit 8,45 Punkten Platz 15. Alva Schöner erturnte sich mit ihrer konzentrierten Leistung 8,05 Punkten und damit den 19. Platz. Marlene Feller zeigte trotz ihrer großen Aufregung eine gute Übung und erreichte mit 7,90 Punkten den 21. Platz. Merle Sroka zeigte eine sehr saubere Ausführung ihrer Elemente und kam mit 7,65 Punkten auf Platz 27.

Der Wettkampf diente als erste wichtige Probe im neuen Wettkampfjahr. Trainerinnen und Turnerinnen konnten wichtige Erkenntnisse gewinnen und wissen nun, woran bis zum nächsten Wettbewerb noch gearbeitet werden muss und welche Ziele in den kommenden Trainingswochen im Fokus stehen.

Ein besonderer Dank gilt den Kampfrichterinnen Elisa Hort und Anna Schneider. Ohne ihren Einsatz wäre ein Start der Turnerinnen nicht möglich gewesen. Mit diesem gelungenen Auftakt blickt der TSV Groß-Eichen motiviert auf die kommenden Herausforderungen der Saison.

Linette Steinhilber mit Hessenauswahl beim Deutschland-Cup

Linette Gerade DC 25. Freier Kniependelhang im Geradeturnen, einer der Höchstschwierigkeiten von Linette Steinhilbers Geradekür.

Linette Spirale DC 25:  Linette Steinhilber mit einer guten Spiralekür zu Platz 7 beim Deutschlandcup 2025.

Am vergangen Wochenende startete Linette Steinhilber vom TSV Groß-Eichen beim 27. Deutschland-Cup im Rhönradturnen in Magdeburg. Beim Deutschland-Cup treten die besten Rhönradturnerinnen und -turner aus der Landesklasse der jeweiligen Bundesländer gegeneinander an. Bei insgesamt drei hessischen Qualifikationswettkämpfen hatte Linette sich in den vergangenen Monaten einen Platz in der Hessenauswahl erturnt. In der Kombination der Disziplinen Spirale und Gerade gehört sie zu den zwei besten hessischen Turnerinnen ihrer Altersklasse (13-14 Jahre).

Gemeinsam mit ihrer Trainerin Meike Sprankel und der gesamten Hessischen Delegation ging es am Freitagabend nach Magdeburg für ein ersten Einturnen in der neuen Halle. Das Einturnen ist ein wichtiger Teil der Wettkampfvorbereitung, um sich an die neuen Rhönräder und den ungewohnten Hallenboden gewöhnen zu können. Sowohl das Einturnen am Freitagabend als auch das Einturnen unmittelbar vorm Wettkampf am Samstagmorgen liefen gut und Linette konnte sich schnell an die neuen Bedingungen gewöhnen. Nach einer kurzen Begrüßung der fast 170 Turnerinnen und Turner aus den unterschiedlichen Bundesländern und Turnverbänden, startete der Wettkampf für Linette mit der Spirale. In der Spirale rollt das Rad nur auf einem Reifen, während die Turnerin unterschiedliche Übungen und Positionen im Rad präsentiert. Linette konnte ihre Spirale-Kür den KampfrichterInnen wie geplant vorturnen und erhielt gute 8,10 Punkte.

Am Nachmittag durfte sie dann endlich auch im Geradeturnen an den Start. Auch hier konnte Linette eine saubere Übung mit einigen Schwierigkeitsteilen zeigen und wurde mit starken 10,05 Punkten belohnt.

Für die Gesamtwertung am Ende werden die Punkte beider Disziplinen addiert, und Linette durfte sich mit insgesamt 18,15 Punkten über Rang 7 freuen. Zufrieden und motiviert gingen Linette und ihre Trainerin Meike aus diesem Wettkampftag. Jetzt geht es zurück ins Training, denn Linette möchte einige neue Schwierigkeitsteile in ihre Küren für nächstes Jahr aufnehmen.

Meike Sprankel springt auf den WM- Zug und sichert sich mit Rang vier bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften einen Platz im Nationalkader.

Das Team

von links nach rechts: Kampfrichterin Alisa Brunner, Felicia Mölcher, Meike Sprankel und Trainer Dirk Wünsch

Meike Sprankel mit neuer persönlicher Höchstwertung im Spiraleturnen.

Perfekt ist die Haltung in der Geradekür von Felicia Mölcher.

Dieses Jahr richtet einer der ersten deutschen Rhönradvereine, die DJK Olympia Schönau die 63. Deutschen Meisterschaften im einhundertsten Jahr der Patentanmeldung in der Sporthalle der Kreisstadt Neustadt an der Saale aus, nur 15 km entfernt von Feicks Rhönwerkstätten.

32 Turner und Turnerinnen der aktuellen Generation Rhönradturner aus ganz Deutschland haben sich qualifiziert und zeigen das moderne Rhönradturnen in inzwischen mit PVC ummantelten Rhönrädern. Diese Modernisierung, die Feick sicherlich gefallen hätte, hat das Übungsgut durch die verbesserten Eigenschaften des Turngerätes enorm erweitert. Dadurch wird ein technisch anspruchsvolles und extrem schwieriges Repertoire ermöglicht, welches die Topathleten virtuos für ihre Übungsfolgen zusammenstellen.

Mittendrin, nach ihrer Qualifikation bei den Süddeutschen Meisterschaften, auch zwei Turnerinnen des TSV Groß-Eichen aus dem nachbarschaftlich gelegenen Vogelsberg: Felicia Mölcher und Meike Sprankel.

Neben den Titeln und Medaillen ging es bei den Wettkämpfen im Dreikampf auch um die Nominierung für den aktuellen Nationalkader Rhönradturnen. Dieser wird dann in zwei weiteren Qualifikationswettkämpfen im Mai 2026 die 5 Mitglieder der Nationalmannschaft ermitteln, die vom 1. bis 4. Juli Deutschland bei der WM in Göttingen repräsentieren werden.

Mit Startnummer 5 ging Felicia Mölcher in die erste Disziplin, Sprung über das rollende Rhönrad, und ihr hoher Bücksalto vorwärts war den Kampfrichtern, unter ihnen Alisa Brunner, gute 12,20 Punkte wert. Meike Sprankel hatte Startplatz 17 zugelost bekommen, und so startete ihr Wettkampf etwas später. Sie hatte sich kurzfristig entschieden, das Risiko einzugehen, ihrem Bücksalto eine halbe Schraube hinzuzufügen. Nach gewohnt exzellenter Anschwebphase sprang Meike einen hohen Salto und die Schraube glückte gut. Das Risiko wurde mit der siebtbesten Wertung des Teilnehmerfeldes und 13,20 Punkten belohnt.

Die schwierigste Disziplin für Groß-Eichens Turnerinnen folgte dann im Anschluss, das Spiraleturnen. Felicia Mölcher turnte diesmal sicher und sauber ihre Übung durch und erhielt 11,35 Punkte vom Kampfgericht. Für sie eine gute Punktzahl, im Vergleich zur Konkurrenz allerdings wenig Punkte, was sich vor allem durch die geringere Schwierigkeitswertung erklärt.

Meike Sprankel startete konzentriert mit vielen Freiflügen in ihre Übung, die gut gelangen, was ihr die Sicherheit gab, sich auch an Höchstschwierigkeiten zu wagen und diese erstmals im Wettkampf zu zeigen. Erfolgreich brachte sie die Übung zu Ende und ihr Rad aus den tiefen kleinen Spiralen wieder sicher in den Stand auf beiden Reifen. Die sehr sauber geturnte Übung brachte ihr eine neue persönliche Bestleistung in dieser Disziplin ein: 14,95 Punkte und Rang fünf der Disziplinwertung.

Der Höhepunkt für die inzwischen zahlreichen Zuschauer des Mehrkampfes folgte mit den Kürbungen Geradeturnen auf Musik, denn es gab ein buntes und breites Spektrum an hervorragenden, kreativen, ausdrucksstarken und gelungenen Musikinterpretationen zu sehen. Immer wieder gab es Szenenapplaus, aber auch Geräusche des Luftanhaltens und der Spannung im Publikum waren zu hören.

Felicia wollte erstmals im Wettkampf einen neuen Abgang aus dem Stand auf dem Rad zeigen. Für ihren hohen Salto wollte sie Bonuspunkte gewinnen. Der Umgang mit der notwendigen Matte war allerdings von den Trainern noch nicht so gut beherrscht, und so gab es zum Ende der Übung einige Punktabzüge, was die Wertung von 12,63 Punkten erklärt, bedauerlicherweise etwas unter dem üblichen Schnitt der letzten Wettkämpfe. „Das müssen wir leider auf unsere Kappe nehmen. Das Handling mit der großen und schweren Weichbodenmatte war ärgerlicherweise nicht optimal, und es tut mir für Felicia leid, dass wir das nicht besser hinbekommen haben“, zeigte sich Trainer Dirk Wünsch selbstkritisch. „Ich denke, wir werden einen anderen Vorwärtssalto in die neue Kür einbauen, für den wir mit einer kleinen Matte auskommen, denn Felicia soll mit mehr Sicherheit in die Übung gehen können“, wagte er aber gleichzeitig den Ausblick auf die neuen Saison für seinen Schützling, der diesmal etwas Trost brauchte nach Platz 26 im Endklassement.

Sehr motiviert und konzentriert ging Meike Sprankel ihr Musikkür an und kam in einen guten Flow. Sie konnte das Publikum zu großem Beifall animieren. Ihre ausdrucksstarke Übung, gespickt mit technischen Höchstschwierigkeiten, hatte sie in Berlin gut trainieren können und viel Sicherheit gewonnen. Diesmal gelang die Übung wie geplant, und auch die Kampfrichter sparten nicht mit Lob in Form einer hohen Wertung von 15,25 Punkten, die drittbeste Geradekür des Mehrkampfes.

Warum werden die Disziplinwertungen genannt: als Höhepunkt der Deutschen Meisterschaften stehen traditionell die Finals in den einzelnen Disziplinen für das Abendprogramm an. Die besten sechs je Disziplin dürfen nochmals an den Start gehen und ihre Übungen präsentieren. Somit hatte sich Meike ihren Start sowohl im Geradefinale, als auch im Spiralefinale gesichert.

Spannung gab es dann bei der Siegerehrung des Mehrkampfes, denn nur die ersten 10 werden in umgekehrter Reihenfolge verlesen. Bis Platz 5 fehlte der Name Meike Sprankel. Sollte sie wirklich so weit vorne gelandet sein? Tatsächlich, zur Freude des Groß-Eichener Teams und vieler Zuschauer wird Meike als Viertplatzierte aufgerufen. Ein toller Erfolg für die sympathische Athletin, die von der Bundestrainerin ihre Nominierung überreicht bekommt und von vielen Seiten Gratulationen und Anerkennung erfährt.

Die Finals am Abend entwickeln sich zu einer Gala zur Feier „100 Jahre Rhönradturnen“ vor fast 500 Zuschauern, die für beste Stimmung sorgen und alle Athleten und Athletinnen anfeuern und ihre durchweg guten Leistungen mit viel herzlichem Applaus honorieren.

Meike hatte nach einer anstrengenden Woche mit vielen Filmdrehs als Stuntfrau in Berlin Mühe, zu ungewohnt später Stunde um 21.30 Uhr und 22.30 Uhr ihre volle Power erneut abzurufen, und so sind die Finalgeschichten schnell erzählt. Schöne Übungen, kleine Unachtsamkeiten, die Schwierigkeitspunkte und Ausführungspunkte kosteten, viel Beifall des Publikums für ihre eleganten Darbietungen und jeweils nur wenige Hundertstelpunkte vom Podium getrennt, belegte sie zweimal Rang sechs. Diese Finalteilnahmen bedeuten aber neue Motivation und Antrieb für intensives Training bis zu den beiden WM-Qualis im Mai und waren Anerkennung für ihre tollen Leistungen in diesem Jahr.

„Es macht uns als TSV Groß-Eichen stolz zu sehen, welch hervorragendes Standing Meike in der deutschen Elite derzeit hat und wie viel Respekt ihr von den anderen Turnerinnen gezollt wird. Das war eine tolle Deutsche Meisterschaft für uns als Team und Verein mit hervorragenden Ergebnissen und einer Turnerin, die in herausragender Art und Weise auf den WM-Zug aufgesprungen ist und von uns sicher jede mögliche Unterstützung erhalten wird“, bilanzierte Trainer Dirk Wünsch, der ja auch Vorsitzender des TSV Groß-Eichen ist, und in dieser Funktion die beiden Turnerinnen lobte.

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